In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Die Kids rennen durch den Garten um bunte Eier, Schokolade oder was das Kinderherz sonst noch begehrt zu suchen. Während die Eltern amüsant ihre Smartphone-Kamera drauf halten und sich über das fröhliche Treiben und Kinderlachen amüsieren, hoffen andere sehnsüchtig darauf bald am Tisch zu sitzen und in den saisonalen Geschmack von Spargel mit Schinken und anderen Köstlichkeiten zu kommen. Ich liebe Ostern!



Wir alle feiern Ostern. Wochen vorher kursieren im Web wieder neue Backideen und kreative DIY-Beiträge für passende Osteraccessoires. Und die Läden sind schon lange mit Schoko-Osterhasen ausgerüstet. Oft wird uns suggeriert, dass es zu Ostern ruhig ein wenig üppiger ausfallen kann und dementsprechend darf es für die Liebsten auch ein kleines Weihnachtsfest werden.


Um nicht auch diesem Beitrag den typischen Osteranstrich zu verleihen, wollen wir uns heute auf den Ursprung dieses Festes fokussieren und vorweg auch den Osterhasen mal aus dem Spiel nehmen (Sorry lieber Osterhase!).


Ostern ist ein christliches Fest. Das Christentum ist in unserer Kultur fest verankert und zeigt sich heute vor allem in unseren Feiertagen. Feiertage mögen wir alle sehr, denn in der Regel haben wir dann frei. Was wir auch mögen ist gutes Essen in guter Gesellschaft (Verwandtschaft kann schwierig sein, aber lieb hat man sie trotzdem), was ebenfalls zur Beliebtheit von Feiertagen beiträgt. Es gibt also überwiegend positive Aspekte an Feiertagen, weshalb wir sie so schätzen und lieben.



Ostern ist allerdings ein besonderes Fest und bringt neben Frühlingsgefühlen und bunten Eiern etwas Einzigartiges mit sich: Die Auferstehung von Jesus Christus.


Wir wissen es eigentlich und doch können wir mit der Bedeutung manchmal nichts anfangen. Es ist irgendwie übertrumpft worden und versteht das jetzt nicht falsch, aber die Medien und Wirtschaft tun hier wirklich ihr Bestes, dass Ostern einfach nur ein kunterbuntes Osterhasen-Spektakel wird. Yeah!


Das ist mir zu wenig, zu flach. Ich mag es bunt und ich mag auch süße Osterhasen. Aber noch viel mehr interessiert mich, warum wir jedes Jahr Ostern feiern und das schon über Jahrhunderte.


Ja, Jesus hat den Tod überwunden und starb für meine Sünden. Ein Satz den ich mir erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Und während dieser Satz in mir allmählich zerschmilzt, wird mir die tiefe Bedeutung dessen, was vor 2000 Jahren geschah, deutlich vor Augen geführt. Jesus starb für mich. Genau das wird an Ostern gefeiert – das Fundament, die Vergebung unserer Schuld, die bedingungslose Liebe Gottes. Genau das hat noch heute für viele Christen Bestand und Gültigkeit.


Für viele Menschen, die nicht glauben, ist das Unsinn. Und auch ich habe das lange Zeit nicht verstanden und nicht auf mein Leben bezogen („Was habe ich damit zu tun?“). Innere Leere, Fragen, auf die ich einfach keine Antworten bekam, machten mich neugierig („Schadet ja nicht, wenn ich mal einen Blick in die Bibel werfe.“) So fing es bestimmt für viele Christen an.


Also gehe ich mit besonderer Freude in die Osterzeit, verbringe meine Zeit mit meiner Familie, Osterbäumen, Schokohasen und genieße das leckere Essen. Alles durchzogen von einer tiefen Liebe und Dankbarkeit. Und in dem Bewusstsein der Bedeutung, warum wir Ostern feiern.


Frohe Ostern!

Eure Hanna