Ihr Lieben,

es gibt viele Arten von Liebe. Früher dachte ich immer, die einzige, die wirklich glücklich macht, ist die romantische Liebe. Heute weiß ich: Die Liebe zu deinem Seelenverwandten ist vielleicht die tiefste – aber auch die schwerste. Und vor allem: Ist sie nicht der einzige Weg zum Glück.


Als ich vor fünf Jahren meine Zelte abbrach und in Berlin wieder aufschlug, dachte ich, hier würde das Glück ungeduldig auf mich warten. Dieses seltene Glück, für das man nicht kämpfen muss. Eben jenes Glück, das man ab und an auf der Erde findet, wenn die Sterne günstig stehen.


Wer ich bin und was ich brauche

Aber das Universum hatte andere Pläne für mich. Es wollte, dass ich kämpfte, mich durchbiss, unterschiedliche Schuhe auf hartem Pflaster probierte, und irgendwann brachten sie mich dann tatsächlich zu ihr: Meiner Lebensliebe. Still und heimlich lag sie in den Dingen, die ich jeden Tag tue. In der Frage, wer ich bin, und was ich brauche, um lieben zu können.


Versteht mich nicht falsch! Ich konnte schon immer gut lieben. Aber es war eine begrenzte Liebe, denn sie war ausschließlich auf andere gerichtet. Blind vor Liebe, Menschen glücklich zu machen, vergaß ich sie: Die Liebe zu mir selbst- und meinem Leben.


„Berlin ist wie eine Insel für Verrückte“, hörte ich meine Freundin noch sagen und war auch schon auf ihr gestrandet. Mit der verrückten Mission, das zu mögen, was ich tue.


Mein Synonym für Glück: Gleichgewicht

Nach einiger Zeit fand ich meine Berufung im Schreiben und mein ganz eigenes Synonym für Glück: Gleichgewicht. Es bildete sich zwischen mir, meinem Leben und dem, was ich brauche, um mich am Leben zu fühlen. Und auf einmal geschah das Magische, denn die Liebe in mir kehrte zurück.


Und ich verstand: Sie war nie weg gewesen. Lag nur gut versteckt in der Mitte unerforschter Herzen. Dort im Bermudadreieck aus lieben, geliebt werden und sich selbst lieben.


Das harte Pflaster, das zur Mitte führt, gehe ich mittlerweile barfuß. Manchmal tanze ich sogar ein Stück, lasse mich von meinen Sinnen steuern, lasse Bauchgefühl das beste Navi sein. Denn irgendwann kommt der Moment, da begreifst du: Wahres Glück liegt in FÜHLEN, HÖREN, RIECHEN, SCHMECKEN und SEHEN. Lass Liebe Deinen sechsten Sinn sein!


Weil lieben Leben ist!

Deine L*


„Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke,
doch einmal werde ich alles klar erkennen,
so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.

Was bleibt sind:
Glaube, Hoffnung und Liebe.
Die Liebe aber ist das Größte.“

( Hohelied der Liebe, 1. Korinther 13)


Alle Beiträge über unsere Sinne: Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken und Sehen.